Fahrradstatt Aachen – ein Träumchen?

Wir wollen die Autos aus der Stadt herausbekommen und die Leute auf das Fahrrad.

Angesichts der Tatsache, dass mein Sohn an der RWTH in Aachen studiert, bin ich gelegentlich mit dem Fahrrad zu Besuch und genieße die Zeit vor Ort. Viele Studierende, viel Leben und viel günstige Essensangebote. Was will man mehr?
Schon vor einem halben Jahr wurde ich ungefragt zum Teilnehmer eines Verkehrsversuches. Ein zentraler Teil des Ringes wurde mal eben für Autos gesperrt, sodass nur noch Fahrräder und Fußgänger sich dort tummeln konnten. Eigentlich eine feine Idee, aber Aachen ist sowohl für Autofahrer als auch für Fahrradfahrer irgendwie eine unangenehme Mischung aus verkehrstechnischen Gestaltungsversuchen der letzten 40 Jahre.

Beim letzten Besuch habe ich dann einfach mal meine Actionkamera am Fahrrad befestigt und sie mitlaufen lassen. Nachher wurde meine Annahme eigentlich nur bestätigt.
Es ist nicht ungefährlich für Fahrradfahrer, denn sie wissen nicht, wo sie hinsollen. Parkplätze direkt neben den Fahrradweg zu setzten, sind eigentlich ideale Voraussetzungen für das “Dooren” von Fahrradfahrern. Dazu kommen immer wieder gemeinsam genutzte Geh- und Radwege und das unangenehme Mischen von alten und neuen Konzepten. Das alles fühlt sich nicht sicher an und wird sicherlich nicht den großen Run auf das Fahrradfahren lostreten. Hier muss noch viel passieren.

kleiner Speedrun in Aachen