Meine ganze Kindheit war ich mit dem BMX-Rad im Wald. Dort hatte ich mit ein paar Freunden Hügel zum Springen genutzt und bin damals viele Strecken im Wald gefahren, die mal heutzutage wahrscheinlich als “Trails” bezeichnen würde.
Was für eine unbeschwerte Zeit ohne Smartphones und Helikoptereltern. Ich konnte einfach ausprobieren und bin dutzende Male auf die Nase gefallen, besser gesagt auf diverse Stellen meines Körpers. Ohne Helm und ohne Knochenbrüche. Und dann zum Abendessen wieder nach Hause gefahren. Fernsehen und Youtube-Stars musste ich mir auch nie ansehen. Ich vermisste nichts und war dann einfach müde und der Tiefschlaf ließ dann auch nicht lange auf sich warten.

40 Jahre später durfte ich dann diese Woche mit meinem jüngeren Bruder mal wieder durch den Wald fahren. Dieses Mal mit einem E-MTB im Duo mit meinem Bruder. Lange hat es nicht gedauert, dass sich das Gefühl wie damals wieder einstellte. Irgendwie bekam mich das Gefühl vom “hier und jetzt” und das mitten in der Natur zwischen Bäumen und Bergkuppen. Der Tecklenburger Wald ist ein Magnet für Mountainbiker und neuerdings auch für E-Mountainbiker auch aus den benachbarten Niederlanden. Es macht einfach einen unglaublichen Spaß und berauscht einen mit dem Gefühl von Freiheit.

Auch wenn viele die E-MTBs als sehr kritisch betrachten, kann man gerade als Einsteiger wieder die Lust am Fahren im Wald finden und dann auch sicher wieder mit “normalen” Mountainbikes fahren. Ich habe mir für nächstes Jahr auf jeden Fall einen Trip in die Slowakei eingeplant, um dort eine Trails-Tour zu machen. Bis dahin werde ich die Zeit noch nutzen, um mich nach einem guten MTB umzusehen.

Dieses hier ist schon mal richtig nach meinem Geschmäckle, da muss ich dann nochmal eine “Nachtschicht” zusätzlich einlegen.

https://bikemarkt.mtb-news.de/article/1416868-titan-hardtail-mit-rohloff-tune-lrs-27-5-unikat