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Heute lese ich in der Süddeutschen Zeitung den Bericht über Japan, ein ehemals reiches und gebildetes Land.  Ein Land das nun Straßen besitzt, die niemand mehr nutzt. Riesige Autobahnkreuze auf denen fast keiner mehr fährt. Ich lese von Deflation und der Einführung von Negativ-Zinsen (ja, genau – wenn das Konto jedes Jahr einfach so „Geld verliert“) die es ja eigentlich nicht geben kann.

Wie konnte das passieren und wie spiegelt sich das im Leben der Japaner wieder?
Ein recht interessanter Artikel wie ich finde und vielleicht schon ein Vorgeschmack auf das was in Deutschland uns noch bevorsteht. Bei Preisen von 25.000 Euro für einen normalen Einsteiger-Golf wundere ich mich sowieso schon wieso noch so viele Autos hier herumfahren.

Anbei der Link zum Artikel: Viele Japaner sind mitlerweile zu arm für ein Auto

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Kostenlos ein Lastenrad leihen

Lastenrad Lasse

In Münster kann man neuerdings „Lasse“ leihen.

Ja, Lasse, das Lastenrad für die Innenstadt. Es ist ein richtig gutes Lastenrad das jeder mal ausprobieren sollte. Der Verleih ist mitten in der Innenstadt von Münster an den Arkaden. Direkt neben der Parkgarage für Autos mit der sinnlosesten Ein-Ausfahrt in ganz Deutschland (jeder der mal dort mit dem Auto reinfahren wollte, versteht mich ,-)

Einfach in die nette Fahrrad-Station an den Arkaden reingehen und sich informieren. Auf dem Foto sind die verantwortlichen Herren für das Projekt abgebildet.
lasse_iniatoren

 

 

 

 

 

 

Es handelt sich um ein wirklich schönes Bullit-Lastenrad: http://larryvsharry.com/

Jeder kann sich dort gegen Vorlage des Personalausweises das Lastenrad ausleihen.
Das Fahrrad ist vorher mit Hilfe eines Belegungskalenders online zu reservieren, was kein Problem für jeden Normalsterblichen darstellen dürfte. Das Projekt wird von einigen Firmen in Münster gesponsert und verdient wirklich eine Erwähnung hier. Ein Bericht über das Rad folgt bald hier im Blog. Bis dahin wünsche ich viel Spaß auf der Seite von Lasse – http://lastenrad-ms.de/

PS: ich werde das Rad auch mal gegen meinen Donkey-Anhänger testen.

Ab heute kann Lasse ausgeliehen werden

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Frohes neues Jahr und ein Lob auf die Anhänger für Fahrräder

Roland Hänger

Fahrradanhänger sind einfach praktisch. Man kann damit entweder die Einkäufe, Kinder oder Hunde transportieren. Sogar einen Fahrradanhänger für Fahrräder hab ich schon im Internet gefunden. Eigentlich logisch, dass es sowas gibt, aber in „freier Wildbahn“ hab ich noch niemand mit so einem Anhänger fahren sehen.

Charriot CarrierWenn man durch Münster fährt, sieht man recht schnell die Anhänger für Fahrräder mit denen man Kinder transportieren kann. Besonders häufig sieht man die Thule Chariot. Der Hersteller für Fahrradanhänger an Autos, hat anscheinend den recht gut laufenden Hersteller des Chariot Carriors zugekauft. Der Anhänger ist super verarbeitet, aber warum kosten solche Dinger mitlerweile 800 Euro und mehr?
Die Preise sind in den letzten Jahren so stark gestiegen, dass „normalsterbliche“ Eltern mit Kinderanhängerwunsch wohl zu gebrauchten Exemplaren umsteigen werden müssen.

Was mich allerdings mehr interessiert, sind die „normalen“ Anhänger mit denen man ordentlich Gepäck durch die Gegend fahren kann. Persönlich bin ich ein Freund des „Donkey“ von Winther, der sich bei mir jedenfalls bestens bewährt hat.
Vor kurzem bin ich auf die Internetseiten des Roland-Werks gestoßen, die wirklich sehr gute (aber auch nicht besonders preisgünstige) Anhänger für Räder bauen. Nach und nach richtigen sich die Hersteller darauf ein, dass nicht nur Freaks oder Mofafahrer gerne Fahrradanhäger gelegentlich benutzen möchten. Die Hänger werden moderner, praktischer und stylischer.

Vielleicht könnte man ja auch selber mal einen Hänger sich bauen?
In diesem Sinne, ein frohes neues Jahr!

https://www.fahrradanhaenger-direkt.de/Chariot-Chinook-1-blue.html

Anbei intereessante PDF:
www.roland-werk.de/fileadmin/pdf/Roland_Flyer_Traveller_Mood_NEU.PDF

 

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Velophil Blog der Zeit – Online wird eingestellt

Velophil bald offline

Einer meiner Lieblingsblogs – der Velophil Blog der Zeit – wird jetzt wieder eingestellt. Den Grund mögen nur die Zeit – Herausgeber kennen, aber ich versteh es nicht.
Der Blog war wirklich gut und liebevoll gemacht und Frau Reidl war wirklich sehr engagiert. Leider scheint es wohl einfacher zu sein, Automagazine in Deutschland an den Mann zu bringen.

Echt schade, dass es sich eine so große „Adresse“ im Internet nicht mehr leistet, über Mobilität zu berichten. Das war nämlich mal am Puls der Zeit und nicht so abgehoben wie die schwachsinnigen Berichte die ich gelegentlich im Printmagazin der Süddeutschen Zeitung im Magazin lese. Dort können Redakteure dann PS-Monster fahren und darüber berichten. Sinnloser geht nimmer.

Der Blog konnte immer mit aktuellen Themen zum Mitdiskutieren anregen und vor allem die Themen „Helmpflicht“ und „Änderungen der innerstädtischen Infrastruktur“ fand ich sehr gut behandelt. Ich hoffe, daß Frau Reidl dieses auf ihrem privaten Blog „Busy Streets“ in Zukunft auch ebenso gut behandeln wird. Das Design und die Inhalte stehen ja anscheinend schon wieder und sehen sehr gut aus.

In diesem Sinne wünsche ich Frau Reidl mit ihrem Busy Streets Blog viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft und bedanke mich für ein wirklich guten Fahrradblog bei der Zeit, der leider bald Geschichte sein wird.

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Der deutsche Fahrradpreis

Fahrradpreis 2016

Der deutsche Fahrradpreis wird dieses Jahr wieder vergeben. Was genau ist das eigentlich und warum wird sowas umgesetzt? Hier mal ein paar Infos von der Webseite:

Der bundesweite Wettbewerb „DER DEUTSCHE FAHRRADPREIS – best for bike“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Initiatoren, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS), sowie den Partnern, dem Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) und dem Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF). Er trägt zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) bei.

Wenn ich die Seite vom BMWI öffne, sehr ich erstmal ein Foto von Herrn Dobrindt. Nun schaltet mein Gehirn und wertet aus … das war doch der nette Herr aus der Politik der sich für die PWK-Maut so stark gemacht hat. Was ist daraus nochmal geworden? (ach besser nicht nachfragen)

Unter dem Bild sehe ich dann auch direkt ein Menüpunkt mit dem Link „Aktuelle Informationen zur Autoindustrie“. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass hier wieder „echte“ Profis am Werk sind.
Nun gut, dann gönne ich mir noch den Blick auf den nationalen Radverkehrsplan. Sowas gibt es? Wenn ich mir deutsche Städte ansehe, dann sehe ich eigentlich meistens nur einen Plan und der heißt seit Jahren schon „Gentrifizierung“.
Wenn es einen Radverkehrsplan gibt, dann kann ich ihn bei bestem Gewissen nur schwer identifizieren. Hauptsache mal nen Namen dem Kind geben, der sich wichtig anhört.
Warum gönnen sich die Herren in der Politik nicht einfach mal eine Fahrt nach Holland und machen einfach mal eine Kopie der dort schon existierenden tollen Einrichtungen für Fahrradfahrer? Besser mal lieber 1000 Handreichungen und Kataloge ins Netz zum Download zu stellen?

Jetzt sollen tolle Fotos also eingereicht werden, auf denen rauskommt, dass Fahrradfahren also cool und mit Lifestyle etwas zutun hat. Nun gut, wer es mag. Ich für meinen Teil fände es sinnvoller, Radfahren als ganz selbstverständlichen Teil des Lebens für mehr Leute zu ermöglichen, einfach weil es umweltfreundlicher, gesunder und vor allem ungefährlicher als Autofahren ist. Das ist einfach mal praktisch und kann meinetwegen auch total „uncool“ sein.

Geht sowas eigentlich auch?

Der deutsche Fahrradpreis 2016 – Fotos hier einreichen

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Der Donkey im Alltagseinsatz

Donkey mit Einkäufen

So. Endlich mal wieder mit dem Donkey Fahrradanhänger zum REWE gefahren. Die Ikea – Tüte darf ja auch nicht fehlen (obwohl ich ja sonst Ikea hasse!), weil sie wahrscheinlich das einzige Produkt ist, was nicht direkt nach einem Jahr kaputt geht.

Da mein Fahrrad defekt ist, musste ich dann ein anderes Ersatzrad nehmen. Mit einem kleinen Tool aus dem Baumarkt hab ich es dann am Gepäckträger befestigt und bin los. Leider hatte der Hänger damit zuviel Spiel von am Gepäckträger und ich musste sehr langsam und vorsichtig fahren. Aber wenn man bedenkt, was alles auf den Hänger mal wieder ging, bin ich froh, dass ich auf mein Auto verzichtet habe und mal wieder den Donkey nutzen konnte. Das Teil schleppt echt wie ein Esel, wirklich erstaunlich!

Was allerdings wirklich wichtig ist, ist die richtige Verbindung mit der Kupplung am Fahrrad. Die von mir heute verwendete „Pi mal Daumen“ – Konstruktion ist nicht wirklich sicher.
Daher sollte man vielleicht gleich 2 Fahrräder mit der Donkey-Kupplung ausstatten. Es sind ja schließlich 3 Kupplungen beim Kauf dabei. Langsam klärt sich dann auch für mich, warum man nicht nur eine Kupplung bekommt.

Es bedeutet keine Einschränkung, die Kupplung am Rad immer mit durch die Gegend zu fahren. Besonders schön auch, wenn man den Donkey mit seiner Frau oder den Kindern teilen möchte, dann kann sich jeder schnell mal eben den Donkey dranhängen. Anders als ein „Chaoten – Carrier“ mit dem kleine Kinder durch die Gegend fahren kann, ist der Donkey wesentlich schmaler und kompakter im direkten Vergleich.

Dazu kommt, dass das Gepäck ja nicht „reden“ kann, was den Transport einfacher und robuster macht und man nicht immer gucken muss, ob „es“ schön schläft ,-)

Donkey im Einsatz

Donkey im Einsatz

Donkey mit Einkäufen

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Seit heute sind Temperaturen um 0 Grad angesagt. Das macht den Einkauf auch nicht viel angenehmer, aber ich hab mir fest vorgenommen den Donkey weiter zu nutzen.

Auf Hinweis eines Lesers werde ich den dann auch mal als Einkaufswagen im Supermarkt benutzen.Dank des Rades unter dem Donkey sollte das Schieben im Laden kein Problem darstellen. Mal sehen was die freundlichen Mitarbeiter im REWE mir sagen werden … breiter als ein Rollator ist der Donkey ja schließlich auch nicht.

Was mir als nächstes vorschwebt, ist eine neue Abdeckplane für meinen Donkey mir von einer Kollegin nähen zu lassen. Der alte ist recht „abgenutzt“ und nicht mehr wirklich schön.

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Winther Donkey Fahrradanhänger – Testbericht

Fahrradanhänger Winther Donkey

Im Netz findet man recht schnell Testberichte zum Fahrradanhänger. Der Hänger kommt recht gut dabei weg. Meine ersten persönlichen Erfahrungen lassen sich wie folgt bilanzieren:

1.Er hat mehr Platz als man denkt
2.Es fährt sich zwar irgendwie laut aber nicht unsicher mit dem Teil
3.Wenn es hereinregnet bleibt das Wasser im Kunstoffbehälter unten stehen .. nun gut, das ändere ich noch

Insgesamt ist der Donkey ein super praktischer Anhänger für recht wenig Geld, wenn man ihn gebraucht kauft. Neu ist er mit 300 Euro definitiv zu teuer. Man bekommt gute Modelle für ca. 90 Euro auf dem Gebrauchtmarkt. Hier lohnt sich ein Blick in Ebay Kleinanzeigen oder auch mal in das Kleinanzeigenverzeichnis der Tageszeitung.
Der Donkey ist wirklich praktisch, da man ihn bedingt durch die zusätzliche Rolle unterhalb auch durch die Gegend schieben kann, ähnlich wie einen aktuellen Trolly – Koffer. Das ist mal unglaublich gut durchdacht und macht beim Einkaufen Spaß.
Ich kann den Anhänger nur wärmstens empfehlen. Selbst im Regen und beim ständigen vor der Haustür stehen, passiert nicht viel was ihm etwas anhaben könnte.

Donkey

donkey_wasser1

Produktseite zum Winther Donkey
Fahrrad Anhänger Donkey

Testbericht vom ADFC zum Winther Donkey
Testbericht Winther Donkey ADFC

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Winther Donkey – der neue Kofferraum für mein Fahrrad

Nachdem ich mir schon seit Monaten immer wieder geschworen habe, endlich nicht mehr mit dem Auto zum Einkauf zu fahren, hab ich mir nun einen gebrauchten Winther Donkey gekauft. Das Teil ist mitlerweile 280 Euro teuer, gebraucht bekommt man es für 1/3 des Preises ungefähr. Es handelt sich um einen Anhänger den man recht einfach an das Fahrrad koppeln kann und einer Abdeckung wenn es mal regnet. Ich hab nun meine ersten Erfahrungen gesammelt und werde diese auch in den nächsten Tagen hier niederschreiben. Solange schon einmal ein Foto von meinem Gefährt.

Winther Donkey Anhänger

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Ferien im Viertel – Fast ohne Autoverkehr

Die Schulferien in NRW beginnen morgen am 29.06.2015 und werfen schon mal einen entspannten Schatten voraus. Wenig Hektik und wenig bewegte Autos. Wie man auf den Fotos sieht, herrscht eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre.
Dieses ist sicherlich sowohl dem super Wetter als auch dem geringeren Autoverkehr zu danken. Das bietet sich dann mal an zum Fotografieren, Spazieren gehen und entspannt sich zu unterhalten. Ferien – eine Zeit durchzuatmen, mal zurückzublicken und die Seele baumeln lassen. In diesen Momenten merkt man erstmal wie stark das Viertel in den letzten Jahren verdichtet wurde – bedeutet mehr Autos, mehr neue Häuser, mehr zugestellte Freiflächen und mehr Lautstärke.
Schön wenn sich das Viertel entwickelt, aber irgendwann sinkt der „Lebenswert“. Denn es schwinden Freiräume, Grünflächen, Ruhe und der Eindruck, dass man im Viertel sich zuhause fühlt. Vor Jahren wurde sich noch beim Bäcker gegrüßt, jetzt kommt das nicht mehr so oft vor. Die Mischung aus jungen (Helikopter)-Eltern die nur noch mit ihren Kindern beschäftigt sind und den Partytouristen hat einen faden Beigeschmack wie ich finde.
Gleichzeitig hab ich mir gestern das autofreie Viertel von Münster nochmal angesehen und musste feststellen, dass es dort auch nicht mehr so aussieht wie noch vor Jahren. Hier gibt es zwar keine Autos, aber irgendwie ist alles stecken geblieben vor Jahren. Vielleicht ist es nicht so einfach einen Wandel zu vollziehen der sowohl umweltverträglich als auch sozialverträglich ist.

Einige neue Ideen für unser Viertel wären z.B. Zone 30 oder Hindernisse auf der Fahrbahn als Geschwindigkeitsbegrenzung. Auch ein richtig farbig auf die Straße gemalter Fahrradweg wäre mal eine gute Neuerung.

Pluggendorf 2015 Ferien

Blick in das ehemaliger Arbeiterviertel am Aasee in Münster.