Elektromobilität per App

E-Mobilität in Deutschland

Es wurde viel durch die Medien geschrieben und gesendet. Auf allen Kanälen wurden die Bürger auf die sogenannte E-Mobilität vorbereitet.
Die Bundesregierung hatte sich da mal wieder zu “ehrgeizige Ziele” gesetzt und langsam merken müssen, dass es außerhalb des Elfenbeinturms in Berlin dann doch wohl anders in der Realität aussieht.
Getreu des Mottos “wird schon irgendwie und irgendwann klappen” als Leitmotiv des Berliner Flughafen Neubaus, wurden dann die Ziele einfach mal nach hinten hinausgeschoben. Ansonsten müssten im nächsten Jahr schon eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu sehen sein.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/2022-statt-2020-regierung-verschiebt-e-auto-ziel-doch-das-neue-ist-aehnlich-optimistisch/23094638.html

Aktuell sind es rund 150.000 reine Elektrofahrzeuge die sich auf deutschen Straßen tummeln. Das sind sogar mehr als ich gedacht hätte, jedoch nichts im Vergleich zu Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden. In Amsterdam fahren viele Taxen von Tesla durch die Gegend.

Die Frage lautet jetzt wohl: “Warum kauft der Deutsche nicht so gerne Elektroautos?”

Die Antworten sind meiner Meinung nach ganz einfach:
– die Autos sind im Vergleich zu der Leistung die sie bieten, viel zu teuer
– es gibt nur wenig Autos die eine Reichweite von 300 und mehr Kilometern aufweisen können (Tesla ist da immer noch Vorreiter)
– die Ladeinfrastruktur ist aktuell noch nicht ausreichend vorhanden
– es gibt etliche Ladesäulen aber verschiedene Standards sowohl bei den Ladekabeln als auch bei den Ladevorgängen. Einige laden über Kundenkarte, andere komplett über eine App
– die Tarife sind unattraktiv, wenn man auf reiner Kilowatt-Ebene abrechnet. Hier kostet der Strom genauso viel der Sprit eines aktuellen Benziners, jedoch mit dem Nachteil der monatlichen Akkumiete (beim Renault). Es lohnen sich also nur die Flatrates der einzelnen Anbieter, die teilweise sehr günstig sind, leider aber auch nicht für ganz Deutschland.
– das Tanken zu Hause ist effektiv nur mit einer Ladebox zum jetzigen Zeitpunkt möglich. Hier darf der Kunde dann mit 1000 Euro und mehr als Investitionskosten in die Tasche greifen. Ein Stromladekabel kostet bei Innogy sogar über 400 Euro !!

https://www.mobilityhouse.com/de_de/ladestationen.html

Ladestation für Elektroautos zuhause

Was müsste passieren damit sich mehr Leute ein Elektrofahrzeug anschaffen würden?
Meiner Meinung nach müsste die Ladezeit für eine vollständige Ladung auf ca.30 Minuten heruntergesetzt werden. Dann könnten die Ladesäulen während des Einkaufens genutzt werden.
Das Laden muss möglichst einfach sein und schnell mal eben durchgeführt werden. Dazu sind einheitliche Stecker notwendig.

Ebenso erscheint es mir sinnvoll Autos mit Laderobotern zu betanken. Diese fahren an die Autos ran und tanken selbstständig. Die müssten einfach einen QR-Code scannen und dann würde die Rechnung dem Kunden zugewiesen werden. Dann bräuchte man auch nicht so viele stationäre Ladestationen, sondern nur eine freie Fläche mit Platz zwischen den Autos.

Insgesamt ist noch viel zu tun, um die die Elektromobilität im Bereich des Autos voranzubringen. Solange werden viele Kunden den Hybrid-Fahrzeugen den Vorrang geben, was auch verständlich ist.