Der WDR ist historisch gesehen dafür bekannt, Kindersendungen zu produzieren.

Ich selber habe schon im WDR als Kind Sendungen wie „Rappelkiste“, „Löwenzahn“  usw. sehen dürfen. Peter Lustig war ein Idol meiner Jugend. Ich durfte selber mal in einem fast bauglichen Bauwagen ein Jahr an der Werse  leben. Nicht wenige haben mir damals „Peter Lustig“ hinübergerufen.

Peter Lustig war für viele Kindern damals wie ein Vater. Jemand der einem immer alles erklären konnte und alles ausprobiert hat. Die verrücktesten Dinge gebastelt, die auch oftmals nicht funktionierten und das immer unter dem argwöhnischen Auge der „normalen“ anderen Erwachsenen die ihn oftmals als Spinner gesehen haben. Er war selber eher nonkonform und von vielen Erwachsenen nicht verstanden – was ihn für Kinder extrem sympatisch machte.

Auf Peter Lustig folgten dann so einige andere „Erzieher“ die aber nie an seine Ausstrahlung herankamen. Ralph Caspers ist einer der Nachfolger. Die Sendung „Wissen macht Ah“ ist mir von meinen eigenen Kindern noch bekannt. Etliche Sendungen haben sich meine Kinder von ihm angesehen.

Nachdem diese jedoch schon lange aus der Zielgruppe herausgewachsen sind, hab ich lange nichts mehr zu sehen bekommen. Erst durch den Artikel auf dem Blog von Daniel kam ich mal wieder in den Genuß.

„Kommt ein Amboss geflogen“

Was in dem Video auf Youtube zu sehen ist, finde ich persönlich deutlich überzogen. Hier wird Kindern ordentlich Angst gemacht.

Unter dem Motto „Guck mal was denn passieren könnte ohne deinen Helm. Das führt nicht zu sicherem Fahrradfahren. Auch die vielen anderen Ratschläge und Erklärungen sind in so kurzer Zeit nicht mehr in Kinderhirne hineinzubekommen. Wer sich mit Kindern der aktuellen Generation beschäftigt, weiß so etwas. Hier sieht man deutlich wie Realität und Fernsehwirklichkeit voneinander wegdriften.
Kein Kind kann derart viele Informationen sinnvoll aufnehmen. Wichtiger wäre Kinder mal an Fahrrädern herumschrauben zu lassen und ihnen Plätze zur Verfügung zu stellen um dort selber mal Erfahrungen zu machen.

Früher ging das recht gut und günstig mit Wäldern und BMX-Plätzen ohne Eltern.

Besser als in „Belehrvideos“ wären die Gelder sicherlich in Fahrradinfrastruktur investiert, die kinderfreundlich ist. Dann müssten Eltern nicht die Angst haben,  daß ihr Kleinen durch LKWs überrollt werden.

 

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