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Strafmandat in Köln – Abzocke am äußeren Militärring

Nachdem ich mein Auto um 21.30 Uhr am Samstag Abend auf einen Platz direkt neben dem Park am Äußeren Militärring gestellt hatte, erhielt ich von der Stadt Köln einen netten Brief mit einer Zahlungsaufforderung, auch als Bußgeld bekannt.

Zuerst erkundigte ich mich bei der Stadt warum man um die Uhrzeit am Wochenende in Neuehrenfeld wohl für das Parken eines PKWs verwarnt würde – dann wurde das Ticket teurer. Mir wurde erklärt, daß ich den Fuß- und Fahradweg zugeparkt hätte und ein Schild das auch ausdrücklich zeigen solle. (Das Schild hängt da nicht!) Der Bürgersteig ist da ca.6 Meter breit!

Die Stadt Köln hat also nichts besseres zutun als Leute abzuzocken die wirklich keine Behinderung für den laufenden Verkehr darstellen. Es finden sich aber immer wieder auf den so schmalen Fahrradwegen Autos geparkt. Diese versperren den Radweg oder solche die halb auf dem rot gekennzeichneten Fahrradweg stehen.

Aber das ist dann ja nicht so schlimm – oder warum wird da nichts gemacht? Ich zahle gerne meine Knolle wenn es sinnvoll ist und ich auch wirklich jemand behindert habe.

Diese Art und Weise auf dem äußeren Militärring Tickets zu verteilen ist allerdings eine Frechheit. Liebe Stadt Köln und bringt euch keinen Weg weiter zu einer modernen Fahrradstadt !!

  1. Es hängt kein Schild

  2. Es war 21.30 Uhr

  3. Der Gehweg ist ca.6 Meter breit. Mein Auto ca.2 Meter. Damit bleiben noch 4 Meter für Fahrradfahrer und Fußgänger

  4. Ich habe niemand behindert !

9 Kommentare

  1. Hey, du hast im Lotto gewonnen! Ähnlich groß ist zumindest in Hamburg die Wahrscheinlichkeit, beim Falschparken einen Strafzettel zu bekommen.

    Außerdem ist Falschparken in Deutschland lächerlich billig.
    https://www.urbanist-magazin.de/2014/11/falschparken-ist-in-deutschland-viel-zu-billig/

    Daher die Frage: was zum Geier willst du uns mit diesem Artikel sagen?

    Und was war nochmal das Thema das Blogs? Oder ist das ein „Sponsored Post“ und du kriegst Geld vom ADAC?

    • Du hast den Artikel falsch verstanden! Wie im Artikel beschrieben zahle ich gerne Geld für falsches Parken oder Behindern des fließenden Verkehrs. Sieh dir die Stelle in Köln an und du wirst feststellen daß es kein Schild noch eine Behinderung darstellt zu parken.
      Sponsored Post ?? Netter Scherz!

    • Danke für den Link. Die Artikel von Frau Reidl kenne ich fast alle. Leider war sie noch nicht in Münster, da würde sie sich wundern wie autofreundlich die Fahrradhauptstadt ist. 1,5 Euro pro Stunde direkt am DOM parken und diverse andere Dinge über die ich mich schon häufiger aufgeregt habe.
      Wenn man es den Autofahrern wirklich ungemütlich macht, dann können Fahrradfahrer auch angenehm und ungestört fahren im innerstädtischen Bereich.

      • Ich habe deinen Text nochmal gelesen und verstehe immer noch nicht, was du willst. Du parkst auf einem (breiten) Fuß- und Radweg und kackst hier rum. Warum?

        Ob du jemanden behindert hast oder nicht, ist nicht relevant. Stell‘ dein Auto doch einfach auf einen Parkplatz und heul hier nicht rum.

        Das „Argument“ mit dem „ich behindere doch keinen“ höre ich mir auch jeden Tag von Autofahrern an, die auf Radwegen parken, mir die Vorfahrt nehmen, mich mit 30 cm überholen, etc.

        • Gute Idee. Dann stell doch bitte mal ein Auto mit Anhänger in Köln irgendwo mal auf einem regulären Parkplatz ab.

          Auch für „Behindern“ gibt es Regeln. Abstand von 1,5 Meter wird nie eingehalten beim überholen von Radfahrern. Den meisten Radfahrern würde 80 Zentimeter reichen… Ich kenne mich mit behindern von Fahrradfahrern recht gut aus (auch in Münster)

          • Die Vekehrsregeln stehen fest, die Strafen für Falschparken auch. Du forderst jetzt eine Sonderbehandlung für dich, weil du ein Auto mit Anhänger fährst und das in einem Blog mit dem Titel „Fahrrad statt Auto“. Ernsthaft? Was ist dann mit SUVs, Lieferwagen, LKWs?

            Schau dochmal in den Bussgeldkatalog, da steht haarklein drin, welche Ordnungswidrigkeit was kostet. Falschparken kostet, Behinderung kostet zusätzlich. Ist doch ganz einfach.

  2. Hallo,

    ich kann mich grundsätzlich Ralph nur anschliessen.
    Im selben blog, in dem du ansonsten die nach wie vor unterrepräsentierte Fahrradfahrerposition beziehst, argumentierst du hier fadenscheinig aus Autofahrersicht, weil es dich als Autofahrer (bzw. -parker) unglücklicherweise mal getroffen hat?!

    Ganz klar war dein Falschparken (dazu unten mehr) nicht vordergründig verfolgungswürdig; im Vergleich ist dies an anderer Stelle und zu anderen Zeiten ungleich wichtiger (bei den knappen Ressourcen der Ordnungsbehörden). Das ist aber ein verkehrspolitisches Statement und keine juristische Argumentation!

    Deine Punkte:
    1.) „Es hängt kein Schild“
    Im Gegensatz zu Radwegen müssen Gehwege nicht gesondert ausgeschildert werden, um als solche erkennbar zu sein. Dass Gehwegparken (bzw halb/halb) in Köln und anderen Städten häufig toleriert wird (auch von der Bervölkerung), ändert nichts an der prinzipiellen Illegalität, dort zu parken, egal wie breit der Weg gerade ist.
    Du argumentierst also, dass der Gehweg für dich nicht zu identifizieren gewesen sei, sondern ein sechs Metere breiter Randstreifen?!

    Nein, nicht ganz. Denn unter 3.) sprichst du selbst von einem 6m-Gehweg. D. h., du hast ihn offensichtlich doch erkannt.
    Du bemerkst den Widerspruch?
    (Schon mal drüber nachgedacht, dass in dunkler Sa Nacht ein Radfahrer auf der Heimfahrt (durchaus mit Licht) in deinen unerwartet illegal abgestellten Anhänger brettern könnte? – Sofern er den vorhandenen Radweg legal benutzt)

    2.) „Es war 21.30 Uhr“
    Irre. Was könnte uns das sagen? Ab 21:15 ist Gehwegparken ja generell frei?!?
    Du bist nur halb schuldig, weil es ja schon dunkel war?
    Sehr dünnes Eis.

    3.) „Der Gehweg ist ca.6 Meter breit….“
    Siehe oben.

    4.) „Ich habe niemand behindert !“
    Woher weißt du das denn überhaupt? Hast du dein Gespann die ganze Nacht persönlich überwacht?
    Davon ab – wie Ralph bereits erwähnte – ist es unerheblich, ob jmd konkret behindert wird bei einer ohnehin illegalen Tat. Es könnte evtl allenfalls (mit Recht) noch teurer werden.
    Du hingegen erwartest offensichtlich sowas wie eine Rabattanrechnung.

    Dazu kommt dann, dass du insgesamt ausgesprochen günstig aus der Nummer raus gekommen bist (siehe auch hier Ralph samt links).

    Ja, anderes Fehlverhalten im Straßenverkehr ist meist größer /gefährlicher und insofern dringender zu verfolgen. Dein Vergehen war vergleichsweise harmlos, war aber nichstdestotrotz (Gruß v. Alain Frei, zur Not googeln) ein verfolgbares Fehlverhalten. Shit happens, steh dazu.

    Möglicherweise wolltest du ja auch andere Verkehrsteilnehmer warnen mit der genauen Ortsangabe?!
    Das geht jedenfalls ins Leere! Denn:
    Einen „Äußeren Militärring“ gibt es in Köln nicht! Die von Norden über Westen bis nach Süden die halbe Stadt umfassende Ringstraße heißt durchgehend „MilitärringSTRASSE“, weder innere noch äußere. Sehr wohl gibt es eine Innere als auch Äußere Kanalstr. Auf letzterer bist du offensichtlich erwischt worden, jedenfalls, sofern der von dir selbst mit allen Angaben eingestellte Kostenbescheid soweit authentisch ist. Sieht ja auch jeder, der diesen blogeintrag aufmerksam liest. Nur du selbst anscheinend nicht.

    Noch’n Tipp: Der geradezu ignorante Verzicht auf beinahe jegliche Kommasetzung, insbesondere zur Nebensatzabtrennung, erleichtert leider nicht die Lesbarkeit deiner Texte, im Gegentum.
    Wenn das nun nicht so dein Fall ist (als Verfasser!), dann lass doch jemand drüber schauen, der sich damit auskennt. (Gut gemeint!)

    Gruß, Axel

    • Moin Axel.

      Obwohl WordPress mich gewarnt hat (Vorsicht: Du bist dabei, den folgenden Kommentar zu genehmigen:) habe ich deinen Kommentar freigegeben ,-)

      Besten Dank für dein Feedback. Wenn ich vorgehabt hätte, andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, dann wäre der Ort sicher als GPS-Angabe mitgeliefert worden. Die Bezeichnung basierte eher auf eine (durch einen Kölner gemachte) „Definition“ der dadurch auf die historischen Aufgaben von Köln, als die Stadt die sich immer verteidigen musste, verweisen wollte.
      Mit den Kommas komme ich gerne in Zukunft auf deinen Hinweis zurück. Momentan versuche ich die „gutgemeinten“ Vorschläge von externen Firmen mal runterzukochen – sie würden gerne darauf Einfluss haben was ich so schreibe.
      Insgesamt habt ihr natürlich Recht damit, daß es rein rechtlich nichts an dem Strafmandat zu rütteln gibt. Es ist übrigens echt und kein „Fake“-Strafmandat. In heutigen Zeiten gibt es doch sowas bestimmt auch.
      Vielen Dank für das aktive Lesen !

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