Falsch geparkt in Münster

Heute dann als

Krönung der Nutzung von Fahrradwegen

mal wieder einen SUV erblicken dürfen. Diese Autos die nichts in der Stadt verloren haben, da sie zu groß, zu schwer und zu gefährlich für alle anderen Verkehrsteilnehmer (außer denen die drinnen sitzen) sind. Einparken oder Parkplatz finden ist damit ja auch deutlich schwerer. Daher mal lieber sich auf den Fahrradweg stellen und mit Warnblinklicht nur kurz „60 Minuten“ zum Friseur gegenüber gehen. Fahrradfahrer – die haben ja keine Rechte. Passt schon!

Passend dazu hatte ich den Artikel zum Thema Verkehrsplanung auf Bento gelesen und musste direkt schmunzeln. Mir geht es oftmals auch so und ständig muss man für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken. Würde man das nicht machen, könnte man direkt zufuß gehen.

Münster hat in den letzten 5 Jahren die Einwohnerzahl von 250.000 auf 290.000 Einwohner angehoben. Die Infrastruktur in Bezug auf Fahrradwege aber nicht verändert. Es wird gebaut wie verrückt, einige Straßen renoviert und wieder hergestellt. In der Innenstadt gibt es immer noch viel Autoverkehr.
Jetzt kommen bald zu Weihnachten auch noch Heerscharen von Touristen aus aller Herren Länder und schon ist die Stadt komplett dicht. In das Smartphone „Gucker“ oder an die Häuserfassaden „Starrer“ ermöglichen es den Fahrradfahrern immer wieder, in gefährliche Situationen zu kommen. Touristen laufen einem ständig vor dem Fahrrad herum oder auf blockieren die Fahrradwege. Es nervt mich jetzt schon wieder, wenn ich nur daran denke.

Die Stadt hat leider überhaupt nichts für den Ausbau des Fahrradverkehrs in den letzten Jahren gemacht. Da interessiert es mich auch nicht welche politische Richtung eingeschlagen wurde. Fakt ist eine absolute Passivität in Bezug auf den innerstädtischen Radverkehr.
Anstelle am Domplatz mit dem Fahrrad ein Parkplatz suchen zu müssen, könnte man einfach mal 4 Autoparkplätze schließen und zu Parkplätzen umfunktionieren.
Warum bitte müssen hier so günstig und zentral Autos geparkt werden? Die Schlange der wartenden Autos  zieht sich regelmäßig vor dem Parkplatz die gesamt Straße hinunter und blockiert alles.
Das große Fahrradparkhaus in der Innenstadt, das vor Jahren eingeweiht wurde (bei Karstadt Sport) wird kaum genutzt. Es steht auch leider einfach an der falschen Stelle… hätte man auch vorher sich denken können!

Es werden einfach keine Zeichen gesetzt in Bezug auf die Fahrradinfrastruktur.Es wird sich fleissig auf den Errungenschaften der fetten Jahre ausgeruht.

infrastrukturWo sind die Ideen? Warum kommen hier keine Impulse?

 

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